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#Kleine hommage an unsere Tierfreunde

Hallo ihr Lieben,

 
"Kannst Du meinem Hund/Pferd/Katze bitte sagen, dass es das nicht mehr machen soll? Kannst Du machen, das er aufhört zu jagen?  Oder: Ich will nicht, das sie dies macht, sie soll brav sein!  Mit diesen oder ähnlichen Fragen kommen manchmal Menschen auf mich zu, die sich ein Tierkommunikation wünschen.

Meist lächle ich freundlich, hole tief Luft und sage etwas in dieser Art: Natürlich wäre es granatenmäßig scharf, wenn ich ALL DAS könnte. Und Dein Tier nach einem Gespräch mit mir nur noch das macht, was Du Dir von ihm wünschst.

 

Aber...wäre es das denn wirklich? Tiere sind ja - genau wie wir Menschen- keine Marionetten, die immer genau das tun, was wir oder andere uns von ihnen wünschen.

Wie alle Lebewesen haben sie einen eigenen Willen, verfolgen eigene Ziele, um sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Das, was man braucht oder nicht braucht, wird übrigends stark davon beeinflusst, in welchem Körper man sich gerade befindet ... ein Bär in der freien Wildbahn hat andere Bedürfnisse als  der Hund an Deiner Seite oder ein Student in der Vorlesung ;)

 

Dazu kommt: Jedes Lebewesen hat ein individuelles Bedürfnis zu sein und dies auch auszudrücken. Tiere sind keine Tamagotchis oder Marionetten, die das tun, was wir ihnen sagen. Meist kommen an dieser Stelle wildes Nicken oder zustimmende, bejahende Laute ;)

Dann erinnere ich liebevoll daran, das unsere Tierfreunde, mit denen wir leben, jeden Tag viele Dinge tun, die ihrem Naturell und dem Körper, in dem sie leben, absolut nicht entsprechen. Und diese Dinge tun sie wirklich nur für uns.

 

Leider bemerken wir diese Kleinigkeiten, die eigentlich gar nicht klein sind, oft gar nicht mehr und das geschieht unserseits ganz ohne böse Absicht. 

 

Es geschieht, weil wir eben nicht permanent auf dem Schirm haben, dass unsere Tiere die Welt, in der wir gemeinsa leben, eben in einem völlig anderen Körper wahrnehmen. Deshalb auch andere Dinge brauchen und benötigen als wir.

 

Meist denken wir gar nicht daran, was unser Hund, unsere Katze oder unser Pferd tun würden, wären sie zB in freier Wildbahn unterwegs oder würden eben nicht so mit und bei uns leben.

Und deshalb möchte ich uns alle heute daran erinnern: Unsere Tierfreunde tun JEDEN Tag Dinge für uns.

Einfach, weil sie spüren, wie wichtig es uns ist, wie froh wir sind, wenn sie dies oder jenes tun, wie sehr wir uns das wünschen. Und ich finde es  wichtig, das zu honorieren. einfach mal genau hinzusehen und das zu bemerken. 

 

Also zur  Abwechslung mal auf das zu schauen, was schon da ist und nicht auf das, was wir uns wünschen. Darin sind wir Menschen ja wahre Meister und ich nehme mich da absolut nicht aus ;)

Der Freie Wille.

Das Bedürfnis zu sein steckt in jedem von uns.

Dein Tier tut jeden Tag etwas nur für Dich.

Sie Lieben uns mit allem, was sie sind.


Was Sie für uns tun? Fast Alles.

Die Katze, die stundenlang allein zu Hause ist, und sich nach Abwechslung sehnt, nach Spiel und Bewegung und sich dann doch zu Dir aufs Sofa legt, weil sie spürt, wie sehr Du das nach unserem langen Tag brauchen. Die Katze, die damit klar kommt, ihre eigenen Bedürfnisse hinter die Deinenb zu stellen, weil sie Dich so sehr liebt, das es okay ist. Nicht immer, nicht zu jeder Zeit. Aber oft. Wir merken es nur sehr oft nicht.


Der Hund, der Dich mit seinem Leben beschützt und der gemäß seiner Art bellt, wenn er etwas bemerkt, was nicht geheuer ist. Etwas, was Dir und ihm vielleicht gefährlich werden könnte. Es ist der Hund, der die meiste Zeit des Tages auf Dich hört und zu Dir kommt, obwohl er vielleicht gerade einen interessanten Geruch aufgenommen hat oder etwas anderes tun wollte. Nicht immer, nicht zu jeder Zeit. Aber oft.

Das Pferd, was in den Hänger steigt, obwohl das allem widerspricht, was es ist: Als Herden- und Fluchttier in etwas Enges, Dunkles zu steigen, was sich dann auch noch bewegt, ohne das man Bewegung selbst in der Hand hätte. Es ist das Pferd, was Dir zuliebe in diese fahrende Isolation steigt, in der es dunkel ist, man nichts sehen kann, nicht weglaufen kann, in der man gefangen ist. Dieses Pferd tut das für Dich. Weil es Dich liebt und weiß, das Du Dir wünschst, das es einsteigt.

Also möchte ich heute einfach mal einen riesengroßen Dank an alle unsere Tierfreunde aussprechen. Weil sie so so oft etwas für uns tun, was wir in unserem menschlichen Alltag manchmal gar nicht mehr wahrnehmen.

 

 

DAnke für alles, was Du für mich tust.

Heute möchte ich euch einladen, all den wunderbaren Tieren an Eurer Seite einfach zu danken. Für all das, was sie schon für uns tun - auch, wenn wir das oft nicht bemerken.

 

Sie sind keine Marionetten, die nach unserer Pfeife tanzen. Und gerade deshalb lieben wir sie. Für genau DAS. Wir lieben sie für ihre Individualität, ihre Loyalität, ihre Uneigennützigkeit, ihr unbändiges Vertrauen in uns, ihre beständige Liebe, egal wie wir aussehen, egal, wie viel Chaos gerade in unserem Leben ist - sie stehen zu uns, lieben uns, mit allem, was sie sind und haben. Und sie müssen nicht 24h am Tag das tun, was wir wollen, nur weil sie in einem Tierkörper stecken. Sie sind eigenständige Wesen, mit einer Seele, Bedürfnissen, Zielen und Aufgaben.

 

Und wir lieben sie, weil sie uns glücklich machen, uns zum lachen bringen, uns zu dem zurückbringen, womit wir Menschenwesen uns oft so schwer tun: im Hier und Jetzt glücklich sein.

 

Wir lieben sie - für genau das, was sie sind.

 

Und falls es Dir wie mir geht, und Du manchmal einfach nicht auf dem Zettel hast, was Dein Tier bereits für Dich tun, dann ist heute der richtige Tag, Dich dafür zu bedanken.

 

Bedanke Dich für alles, was Dein Tier bereits tut, nur um Dich glücklich zu machen. Und sei Dir sicher: wenn Du gleichzeitig fühlst, was Du Deinem Tierfreund sagst, dann kommt auch genau das an, abseits aller Worte.

Eure

Claudi

 

PS Die Antwort an meine Kundinnen fällt deutlich kürzer aus als dieser blogartikel ;)

 



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